Dicke Luft in der Turmkapelle

19. Mär 2025

Weihrauchtasting der Bimbacher Messdiener

Sicherlich hat der ein oder andere von uns schonmal im Vorfeld einer großen Feier ein Voressen erlebt, bei dem getestet wurde, ob das geplante Essen auch stimmig ist. Einige haben vielleicht auch schon einmal einer Bier- oder Weinprobe beigewohnt oder unschlüssig an der Eistheke gestanden und eine Eissorte verkostet. Aber eine Weihrauchverkostung?

Auf der Suche nach Aktionen in der Messdienergemeinschaft, kamen die Jugendlichen der Gruppenleiterrunde darauf, ein Weihrauchtasting anzubieten. Tatsächlich konnte hierfür auch ein Referent gefunden werden. Aus dem Jugendkloster der Oblaten im Marianum kam Pater Piotr Depta. Im Gepäck hatte er knapp zwanzig Weihrauchsorten, welche darauf warteten von den Kindern und Jugendlichen ausprobiert zu werden. Bei den weihraucherprobten Messdienern aus Bimbach war das Interesse sehr groß, sodass die Turmkapelle bereits nach kurzer Zeit komplett wolkenverhangen war. Neben klassischen Duftnoten, die auch in den Gottesdiensten verwendet werden, mischten sich exotische Düfte und Weihrauchnamen wie: „Lilac“, „Salomon“, „Naros“ oder „Rose“.

Die Messdiener untersuchten in circa 90 Minuten die Weihrauchsorten auf Farbe, Brennverhalten, Geruch (vor und nach dem Verbrennen.) und wie stark der verwendete Weihrauch qualmt. Am Ende stellten die Messdiener eine riesige Geruchsvielfalt von „Klo- Stein- Duft“ bis „Weihnachtsbäckerei- Duft“ fest. Auch beim Qualm gab es große Unterschiede. Bereits im Vorfeld erklärte Pater Piotr, dass stark dampfender Weihrauch vorallem ein katholisches Phänomen ist. In der orthodoxen Kirche setzt man hingegen weniger auf dicke Luft und dafür auf ein intensiveren Geruchserlebnis.

Gemeinsam waren sich die Kinder und Jugendlichen einig, dass das Weihrauchtasting ein schönes Experiment war, welches gerne wiederholt werden kann. Für unseren Pfarrer gibt es nun eine lange Liste an Empfehlungen für neue Weihrauchsorten. Mal sehen ob Sie demnächst den Unterschied riechen können.